Gehalt eines wissenschaftlichen Mitarbeiters

Wie viel verdient ein wissenschaftlicher Mitarbeiter?

Ein möglicher Weg zur Finanzierung der Promotion stellt die Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiter zum Beispiel an einem Forschungsinstitut, einer Professur oder  einer sonstigen Arbeitsgruppe an einer Hochschule dar. Hier schreibt der wissenschaftliche Mitarbeiter parallel zur Tätigkeit an der Hochschuleinrichtung oder einem Forschungsinstitut an seiner Dissertation und wird währenddessen von einem Professor betreut.

Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter sind allerdings in der Regel mit weiteren Verpflichtungen verknüpft, wie etwa einer regelmäßigen Lehrverpflichtung, Verwaltungsaufgaben oder Forschungsdienstleistungen.

Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst

Angestellte von Universitäten werden nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) bezahlt, welcher in unterschiedliche Entgeltgruppen eingeteilt wird (E1-15). Wissenschaftliche Mitarbeiter mit Masterabschluss oder Universitätsdiplom gehören der Stufe E13 an (Das promovieren mit Bachelor ist auch möglich). Entgeltgruppen werden wiederum in Entgeltstufen eingeteilt, in die man in Abhängigkeit von der Berufserfahrung eingeteilt wird. Je höher die Entgeltgruppe und die Entgeltstufe, desto höher das Gehalt. Ist eine einschlägige Berufserfahrung bei einem anderen Arbeitgeber nachweisbar, erfolgt die Einstellung in der Stufe 2. Bei der Einstellungen werden die Beschäftigten jedoch – in der Regel nach dem Universitätsabschluss - der Stufe 1 zugeordnet.

Gehalt als wissenschaftlicher Mitarbeiter

Bei einer Stelle mit 100% der regelmäßigen Arbeitszeit (volle Stelle) bezieht ein wissenschaftlicher Mitarbeiter beispielsweise in Hamburg mit der Entgeltgruppe E13 und der Entgeltstufe 1 in ersten Berufsjahr ein Brutto-Jahresgehalt von 43.967,00 €, was einem durchschnittlichen Bruttogehalt von monatlich 3.663,91 € entspricht. Im zweiten Berufsjahr, wenn die Entgeltstufe 2 erreicht ist, steigt das Brutto-Jahresgehalt auf 48.801,25 €, was monatlich im Durchschnitt einem Gehalt von 4.066.77 € entspricht (Stand 2017).

Dies mag für Einstiegsgehälter gar nicht schlecht klingen, allerdings sind volle Stellen in vielen Fachbereichen nicht die Regel. Insbesondere bei den Geistes- und Sozialwissenschaften sind halbe Stellen üblich. Dies bedeutet, dass Stellen häufig für wissenschaftliche Mitarbeiter nur in Teilzeit mit 50%, 66% oder 75% der regelmäßigen Arbeitszeit besetzt werden, was sich auch entsprechend auf das Gehalt auswirkt.

Tarifgebiete

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TV-L) gliedert sich in verschiedene Gebiete gliedert, die wir im Folgenden auflisten möchten:

  • Tarifgebiet West: Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein
  • Tarifgebiet Ost: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
  • Berlin
  • Hessen: Sonderfall, hier gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H)

Weitere Einzelheiten zu den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes sind dem Online-Portal oeffentlicher-dienst.info zu entnehmen. Auch ein Gehaltsrechner ist hier zu finden, mit dem der Nettoverdienst berechnet werden kann.