Industriepromotion:
Promovieren in der Industrie

Zweigleisig: Industrie und Wissenschaft

Dissertationen in der Industrie dienen primär der Lösung eines Problems des Arbeitsgebers mit dem Ziel der praktischen Anwendung im Betrieb. Der große Vorteil dabei ist, dass der Arbeitgeber den Doktoranden dabei nicht nur finanziell unterstützt, sondern ihn auch mit allen relevanten Daten und Informationen versorgt. Darüber hinaus werden in solchen Promotionsprogrammen die Doktoranden auch durch gezielte Schulungen gefördert und in unternehmensinterne PhD-Networks aufgenommen. Dies geschieht natürlich nicht ohne Eigennutz: die Unternehmen haben natürlich auch großes Interesse am Ergebnis der Forschungsarbeit und bilden so zugleich ihre Mitarbeiter von Morgen aus.

Unternehmen für die Industriepromotion

Insbesondere in großen Unternehmen oder in Konzernen werden Stellenangebote mit der Möglichkeit zur Promotion angeboten. In Deutschland lässt sich hier beispielhaft die Automobilbranche nennen, in die sich namhafte Unternehmen wie zum Beispiel die Audi AGDaimler AGBMW AG oder die Volkswagen AG, einreihen. Aber auch Unternehmensberatungen wie McKinsey oder die Boston Consulting Group bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit der Promotion an.

Neben der klassischen Industrie gibt es auch die Möglichkeit der Promotion an Forschungsinstituten wie z.B. der Fraunhofer-Gesellschaft. Hier liegt der Fokus allerdings deutlich stärker auf der Forschung.

Gehalt von Doktoranden in der Industrie

Zum Gehalt lässt sich hier allerdings nichts Konkretes sagen, da dies jedes Unternehmen individuell festlegt. So reicht die Gehaltsspanne von Doktoranden in der Industrie von monatlich 2.000 € bis 3.500 €.

Allerdings bringen Industriepromotionen eine große Herausforderung mit sich. So muss der Doktorand in der Regel auf eigene Faust nach einem geeigneten Doktorvater suchen, der bereit ist die Arbeit für mehrere Jahre wissenschaftlich zu betreuen.